Denkmalschutz und Immobilien

2010-04-26 11:07

Denkmalgeschützte Immobilen erleben derzeit eine wiederentdeckte Nachfrage.

Denkmalgeschützte Immobilen erleben derzeit eine wiederentdeckte Nachfrage. Aus Anlegersicht ein lohnender Sachwert mit Steuerkick durch erhöhte Abschreibungsmöglichkeiten für Sanierungs- und Renovierungskosten. Staatliche Fördermöglichkeiten, der knappe Wohnraum in den Ballungsgebieten bieten gute Rahmenbedingungen für die Anlageimmobilien.

Denkmalprojekte in der eigenen Nachbarschaft erscheinen manchen Käufer recht attraktiv. Etwa 50 Prozent der Käufer sind Eigennutzer. In der Beraterpraxis sind die Abschreibungsmöglichkeiten besonders wirksam. Das Argument Steuervorteil reicht aber für den Vertrieb einer Denkmalschutzimmobilie nicht aus. Neben einer ständig steigenden Rendite, und der emotionalen Bindung an das eigene Vermögen, die den wirtschaftlichen Erfolg trägt, achtet der Käufer auch auf Attraktivität, Standort und Qualität. Politisch gewollt ist beim Vertrieb der Hinweis auf die Steuervorteile.

Die Anzahl zur Verfügung stehender Objekte ist aber beschränkt. Obwohl die Rahmenbedingungen für die Anforderungen an die Projektkonzeption geklärt scheinen. Die Vermarktung der unter Denkmalschutz stehenden Objekte ist klar definiert. Zielgruppen sind Kunden im Spitzensteuerbereich. So ist es heute selbst für gut etablierte Unternehmen nicht einfach von den Banken eine Baufinanzierung gewährt zu bekommen. Kritisch wird von den Banken geprüft, um zu verhindern, daß zu viele Anbieter auf den Markt gelangen.

Optional sind die Abwicklungsmodalitäten bei Investoren mit guter Zahlungsfähigkeit. Derzeit ist die Finanzierungssituation der passenden Anleger- und Eigennutzerklientel günstiger. Bei schlechter Bonität nehmen die Möglichkeiten günstiger Finanzierungen ab.

Durch die günstigen Rahmenbedingungen erhöht sich die Vermittlung von Immobilien als Kapitalanlage.

Anleger mit ausreichend hohem und sicherem Einkommen für einen langen Zeitraum, müssen gute Investitionsmöglichkeiten für Immobilien geboten werden.

Die andere Möglichkeit ist in Bestandsimmobilien oder Beteiligungen zu investieren.

Denkmalimmobilie als Königsklasse im Verkauf, so sehen das viele Berater.

Für den Projekterfolg im Immobilienbereich sind Kriterien wie Lage und Qualität der Sanierung maßgebend.

Denkmalobjekte und Denkmalschutzbehörde, Finanzamt und Eigentümer geraten in Steuerstreitigkeiten, ob ein Denkmalobjekt förderwürdig ist oder nicht. Die Denkmalschutzbehörde die für Erhaltung des Bauwerkes verantwortlich ist, erteilt die Bescheinigung, dass die erforderlichen Baumaßnahmen für den Erhalt des Denkmals nötig sind. Die Finanzbehörde verweigert dann aber den Steuervorteil, insbesondere bei Dachgeschoßwohnungen, die vorher nicht zu Wohnzwecken ausgebaut waren. Der Bau von Maisonettewohnungen bietet hier Lösungswege. Auch streicht das Finanzamt die Sanierungsanteile, welche bereits verbaut wurden, wenn nach Sanierungsbeginn ein neuer Käufer für das Objekt in Erscheinung tritt. Nur durch angemessene Abschreibungsmöglichkeiten kann die Investitionsbereitschaft der Unternehmen in denkmalgeschützte Bauten erhalten werden. Der bautechnische und bürokratische Mehraufwand kann nur so ausgeglichen werden. Dem Sachverstand der Denkmalbehörden im Rahmen der Bescheinigungspraxis für Denkmäler sollten auch die Finanzbehörden folgen. In der Praxis sollen aber nur wenige Finanzbehörden gegen die Denkmalschutzbescheinigungen vorgehen.

Die Herausforderungen die sich aus dem „Denkmalstatus“ gewinnen noch mehr an Bedeutung, betrachtet man die Themen Nachhaltigkeit und Energieeffizienz.

Rund 850.000 historische Bauten in Deutschland gibt es. Lohnenswert ist es doch, die zu Teil guten Standorte und ein weites Stück kulturelles Erbe zu erhalten. Der mittelständischen Wirtschaft bringen die Sanierungen Aufschwung und steuerlich sind diese Kosten absetzbar.

Die Senkung des Spitzensteuersatzes wird durch hohe Abschreibungsmöglichkeiten erreicht. Denkmalobjekte werden zu Anlagen mit überdurchschnittlichen Renditen durch momentan niedrigem Zinsniveau.

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